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Wohngemeinschaft als soziales Lernfeld

Die outback stiftung hat für Jugendliche ab 16 Jahren ein Konzept zur Verselbständigung in einer trägereigenen Wohnung entwickelt. Im Fokus steht das Zusammenleben von zwei hilfeberechtigten Jugendlichen. Das Konzept der Wohngemeinschaft stellt darauf ab, dass die jungen Menschen zum Ende der Hilfe hin in der Lage sind, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Ein Hauptziel der Hilfe ist die Sicherung des Ausbildungsweges.

Praktische Alltagsbewältigung mit eigenem Budget

Die jungen Menschen haushalten in der gemeinsamen Wohnung. Sie verfügen über ein festes monatliches Budget und üben ein, sich selbst zu versorgen. Die Betreuung lässt den Jugendlichen eigenverantwortliche Handlungsspielräume, bietet aber neben kreativen und beziehungsorientierten Angeboten eine enge Begleitung und Kontrolle. Wir beraten und betreuen die Jugendlichen in allen Fragen der Alltagsbewältigung. Eine wöchentliche WG-Konferenz mit allen Beteiligten regelt Veränderungsbedarfe im Organisatorischen wie im Sozialen. Das Konzept für die Wohngemeinschaft sieht auch einen Bereitschaftsdienst vor. 

Regelmäßige Kontakte zu Institutionen und Bezugspersonen

Wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit sind regelmäßige Kontakte zu Institutionen, Lehrern, Arbeitgebern, Ausbildern, Freunden und Bezugspersonen. Darüber hinaus stimmen wir gemeinsam mit den Jugendlichen bei Bedarf weitere pädagogische Leistungen ab. Das Spektrum reicht von gemeinsamen Wochenendaktionen und Kurzreisen über wöchentliches gemeinsames Kochen bis hin zur intensiven Intervention bei Krisen.  

Leistungsmerkmale dieser Hilfen sind (Auswahl):

  • zugewandte und fürsorgliche Beziehungspartnerschaft,
  • Förderung und Unterstützung im Hinblick auf die psychosoziale, emotionale, kognitive und körperliche Entwicklung der Jugendlichen,
  • Orientierung und Sicherheit durch das Aufzeigen von Grenzen und Strukturen,
  • verbindlicher Umgang miteinander, gewaltfreie Kommunikation,
  • Förderung und Stärkung von Selbstvertrauen,
  • Unterstützung in Schule und Ausbildung,
  • Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen für Haushalt und autonome Lebensführung,
  • Arbeit mit den Eltern, Verwandten und Freunden (falls nicht kontraindiziert), pädagogische Diagnostik, Einbeziehung therapeutischer und heilpädagogischer (externer) Hilfen.