LSBTI*-Angebote der outback stiftung

Neben den bestehenden und bekannten Angeboten der outback stiftung leisten wir nun auch Hilfen für LSBTI* Kinder, -Jugendliche und deren Eltern/Sorgeberechtigte, junge LSBTI* Erwachsene, sowie LSBTI* Eltern.

LSBTI* steht für lesbisch, schwul, bisexuell, Trans* und Inter*, also sowohl für sexuelle Orientierungen als auch für geschlechtliche Identitäten. Das * (Sternchen) umfasst alle geschlechtlichen Identitäten jenseits eines binären (zweigeschlechtlichen) Geschlechtermodells.
Solange Heterosexualität als gesellschaftliche Norm angesehen und das anatomische/biologische Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichgesetzt wird, sind LSBTI*-Kinder, -Jugendliche und -Erwachsene mit falschen Erwartungen, Vorurteilen und Ausgrenzung bis hin zum Mobbing konfrontiert.

Sexuelle Orientierung (LSB)

Lesbische, schwule oder bisexuelle Jugendliche und deren Eltern/Sorgeberechtigte befürchten oft negative Reaktionen ihrer Freunde und/oder Familie auf das Coming-out. Die Zeit des inneren Coming-out, also das Bewusstwerden der eigenen sexuellen Orientierung, ein langer Prozess vor dem äußeren Coming-out, wird von jungen Menschen als schwierig erlebt.

Themen/Inhalte dieser Hilfe:

  • Coming-out-Begleitung zuhause und/oder in der Schule
  • Eltern-Kind-Gespräche
  • Reflexion von Heteronormativität, sozialen Erwartungen und Vorurteilen
  • Gegenseitige Akzeptanz
  • Unterstützung und Begleitung bei der Anbindung an LSBTI*-Angebote
  • Sexuelle Aufklärung
  • Empowerment
  • Umgang mit Diskriminierung

Geschlechtliche Identität (TI*)

Trans* und Inter*-Kinder, -Jugendliche und deren Eltern/Sorgeberechtigte setzen sich mit ihrer geschlechtlichen Identität (Trans*) auseinander. Sie stellen das Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesenen wurde, in Frage und können sich damit nicht identifizieren. Selbstbezeichnungen der Jugendlichen können beispielsweise sein: Trans* / Nonbinary (NB) / Genderfluid / Inter* (diese Auflistung ist nicht vollständig).

Themen/Inhalte dieser Hilfe:

  • Coming-out-Begleitung zuhause und/oder in der Schule
  • Eltern-Kind-Gespräche
  • Reflexion von binärer (zweigeschlechtlicher) Gesellschaft, sozialen Rollen und Erwartungen
  • Gegenseitige Akzeptanz
  • Umgang mit Diskriminierung
  • Stärkung der Identität
  • Umgang mit Sexualität
  • Aufsuchen von gendersensiblen Freizeitangeboten
  • Begleitung bei Arztbesuchen und spezialisierten Kliniken (medizinische Transition)
  • Beispielsweise für eine Hormonbehandlung und/oder geschlechtsangleichende Operation
  • Begleitung beim rechtlichen Transitionsprozess
  • Vornamens- und Personenstandsänderung
  • Aufsuchen von (Trans*) Beratungsstellen

Hilfeformen

Die LSBTI*-Hilfen können in ambulanter oder in stationärer Form für Kinder und Jugendliche stattfinden.

Ambulant

In einer ambulanten Hilfe beraten wir Eltern in Erziehungsfragen, um ihre LSBTI*-Kinder und -Jugendlichen bei ihren Themen zu unterstützen. Ebenfalls ist es möglich, dass Eltern und/oder Sorgeberechtigte sich einer anderen geschlechtlichen Identität und/oder sexuellen Orientierung bewusst werden. Die Themen, die Eltern/Sorgeberechtige und deren Kinder mitbringen, ähneln sich. Die Schwerpunkte der Hilfe sind natürlich unterschiedlich.

Stationär

In einer stationären Hilfe begleiten und betreuen unsere pädagogischen Fachkräfte Jugendliche themenspezifisch in einer (träger-) eigenen Wohnung beispielsweise mit dem Ziel der Verselbständigung. Außerdem besteht die Möglichkeit der Unterbringung in einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft.
Gemäß unserem Leitbild arbeiten die Mitarbeitenden der outback stiftung akzeptierend, unterstützend und auf Augenhöhe. Da die beschriebenen Zielgruppen häufig von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen sind, kommt diesen Prinzipien unserer Arbeit hier eine besondere Bedeutung zu.

Kooperationspartner*innen und Mitarbeitende

Die outback stiftung kooperiert eng mit der Fachberatungsstelle „gerne-anders!“ (www.gerne-anders.de). Diese wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zum Thema sexuelle Vielfalt und Jugendarbeit gefördert.

Unsere Mitarbeitenden werden von dieser Fachberatungsstelle fortlaufend zum Thema weitergebildet.
Im Januar 2021 haben wir die Gründung von „Queere Jugendhilfe Düsseldorf“- Netzwerk für LSBTI*-Themen initiiert, wo wir mit Fachkräften aus Kliniken und Fachberatungsstellen die Unterstützung der Zielgruppen verbessern und Bedarfe eruieren wollen.

Ansprechpartnerin
Jordy de Vries, dvrstbck-stftngd, 0211-6916990-20,
Niederlassung Düsseldorf Bruchstraße 35, 40235 Düsseldorf

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